| | | | Liebe(r) , | | Ob vor Ort, in den Medien, in der Knesset oder in den Sozialmedien – WWP bereitet sich auf die Wahlen vor, die am 27. Oktober 2026 stattfinden werden. Unser Ziel ist es, unmissverständlich deutlich zu machen, dass wir Rechenschaft für all die Jahre fordern, in denen der Frieden an den Rand gedrängt und Bemühungen um eine Einigung systematisch sabotiert wurden. Wir wollen diejenigen wählen, die dafür sorgen, dass es keinen weiteren 7. Oktober mehr gibt und keinen Krieg mehr in Gaza, im Libanon oder im Westjordanland. „Bei den bevorstehenden Wahlen entscheiden wir nicht nur darüber, wer in der Knesset sitzen wird, sondern auch darüber, wie die Politik hier in den kommenden Jahren aussehen wird. Wird Israel den Konflikt weiterhin ‚verwalten‘ oder wird es sich für eine mutige Führung entscheiden, die sich für politische Lösungen, regionale Partnerschaften und langfristige Sicherheit einsetzt?“, schrieb Dr. Yael Admi, Mitbegründerin von Women Wage Peace, in einem Gastbeitrag für das feministische Aktivisten-Online-Magazin „Politically Correct“ (auf Hebräisch). Women Wage Peace organisiert eine Reihe von Zoom-Treffen für ihre Aktivistinnen mit Kandidat*innen der verschiedenen friedensorientierten Parteien. Darüber hinaus haben wir Schulungen für unsere WWP-Aktivistinnen gestartet, um sie auf die Beteiligung an Wahlveranstaltungen vorzubereiten und Fragen zu politischen Lösungen zu stellen. Wir sind außerdem stolz darauf, bekannt geben zu können, dass eine unserer eigenen Aktivistinnen, Somaya Bashir, ehemalige WWP-Koordinatorin in der arabischen Gemeinschaft, sich einen Platz unter den zehn Kandidat*innen in den Vorwahlen der Demokratischen Partei gesichert hat. | | Frauen von WWP standen mutig vor dem Studio der Morgentalkshow von TV Kanal 13, um an die 1000 Tage seit dem 7. Oktober zu erinnern und ein Ende dieses sich immer weiter ausbreitenden Krieges zu fordern, während weiterhin israelische Soldaten im Libanon getötet werden und die Mainstream-Medien beharrlich verbreiten, dass Krieg unsere einzige Option sei. Die Moderatoren der Sendung, Omer Yardeni und Rotem Israel, sprachen uns live im Fernsehen an und kamen während der Pause sogar nach draußen, um sich mit uns zu treffen und ihre Unterstützung zu bekunden. Wir demonstrieren weiterhin landesweit auf den Straßen gegen den wütenden jüdischen Terrorismus, gegen endlose Kriege mit unseren Nachbarn und für ein Friedensabkommen, das unsere zukünftige Sicherheit gewährleistet. (Bildnachweis: Yossi Ron) | | | | Unterstützung durch Geistliche | | | | Vierhundert neue Unterstützerinnen aus den USA – allesamt weibliche Geistliche – haben sich uns in den letzten zehn Monaten angeschlossen, dank der Kreativität von Rabbinerin Debra Ornstein, die Rabbiner, Pastorinnen und Ordensschwestern dazu aufrief, den Aufruf der Mütter zu unterzeichnen. „Als religiöse Führungspersönlichkeiten – viele von uns sind Frauen und Mütter – sind wir vereint“, schrieb sie, „über alle Glaubensgemeinschaften hinweg in der grundlegenden Überzeugung, dass alle Menschen nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind; dass alle Menschen sowohl unendlichen Wert als auch gemeinsame, heilige Bestrebungen haben: die Sehnsucht nach Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Sicherheit.“ Wir möchten Ihnen dafür danken, dass Sie die Petition unterzeichnet haben und sich unserem Aufruf für die Zukunft anschließen, die wir und unsere Gemeinschaften als Frauen, Mütter und Geistliche verdienen. | | | | | 12 Jahre „Friedensbahn“ | | In diesem Jahr jährt sich zum zwölften Mal unsere erste Fahrt mit dem „Peace Train“ nach Sderot. In diesen zwölf Jahren haben wir weiterhin darauf bestanden, sind weiter marschiert und haben uns geweigert, die Hoffnung und den Glauben aufzugeben, dass Frieden möglich ist. Am Donnerstag, dem 26. November 2026, werden wir zu unserer jährlichen Veranstaltung in die Region um den Gazastreifen zurückkehren. Wir werden wieder marschieren, immer und immer wieder – für diejenigen, die nicht mehr unter uns sind, für die Bewohner der Region um den Gazastreifen, die Menschen im Gazastreifen und für die Zukunft all unserer Kinder. Weitere Details werden folgen. | | | | | Hohe Ziele bedeuten hohe Aufmerksamkeit | | | | Dr. Yael Admi, Mitbegründerin von Women Wage Peace, und Reem Al-Hajajra, Gründerin unserer palästinensischen Schwesterbewegung Women of the Sun, trafen sich im Juni in Rom mit Papst Leo IV. im Rahmen einer Sonderveranstaltung, die der Vatikan für dreißig politische Führungspersönlichkeiten, geistliche Würdenträger und Aktivisten der Zivilgesellschaft aus aller Welt ausrichtete. Yael und Reem hielten Grundsatzreden, in denen sie die einzigartige Zusammenarbeit israelischer und palästinensischer Frauen vorstellten, die sich gemeinsam für eine friedliche Zukunft beider Völker einsetzen. Der Papst bekundete seine Unterstützung für unseren „Aufruf der Mütter“ und sagte: „Ich ehre Euch für Euer Engagement. Frauen sind die Triebkraft des Friedens, und ich werde mein Bestes tun, um Euch zu helfen.“ Im Juni kehrten wir außerdem nach Paris zurück, um am zweiten Treffen im Rahmen der im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen französisch-saudischen New Yorker Friedenserklärung teilzunehmen. Gemeinsam mit anderen israelischen und palästinensischen zivilgesellschaftlichen Organisationen, die ebenfalls zu der Konferenz eingeladen waren, setzten wir uns intensiv mit der Zwei-Staaten-Lösung auseinander und diskutierten, wie wir Aktivist*innen die Zukunft sehen. Diese Diskussionen umfassten auch die Rolle der Zivilgesellschaft bei Versöhnung und Unterstützung eines neuen Friedensprozesses. Fünf Vertreterinnen von WWP und fünf von WOS nahmen an verschiedenen Diskussionsgruppen teil. Anschließend nahmen wir gemeinsam mit Außenministern aus mehr als 20 Ländern an Podiumsdiskussionen teil, um die Schlussfolgerungen der Konferenz vorzustellen, die später den G7-Treffen vorgelegt wurden. Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass die G7 den Gedanken einer bedeutenden Rolle der Zivilgesellschaft im Friedensprozess übernommen hat. Die Konferenz endete mit einem Auftritt von Achinoam Nini und Mira Awad, die zu Einheit und einem Ende der Kriege aufriefen. | | | | | Ankündigung: Regionale Koalition/Gipfeltreffen | | Der „Barefoot Walk“ in Rom: „Mütter rufen zum Frieden auf“ im vergangenen März hat eine neue gemeinsame Initiative von WWP und unserer palästinensischen Schwesterbewegung Women of the Sun; inspiriert, deren erstes gemeinsames Projekt ein regionales Frauengipfeltreffen sein wird. Wenn Sie einflussreiche Frauen im Libanon, in Syrien, Ägypten oder Jordanien kennen oder einflussreiche Personen aus unserer Region im Ausland, die sich uns anschließen möchten, lassen Sie es uns bitte wissen. Weitere Informationen folgen in Kürze! | | | Dr. Tagrid Yousef, Dinslaken, Deutschland, Mutter von 2 Töchtern, Hirnforscherin -Nationennetzwerkerin -Friedensbotschafterin Tagrid ist aktives Mitglied der Unterstützungsgruppe WWP/WOS Deutschland und in verschiedenen Projekten tätig. Es gibt Ereignisse, die das eigene Leben in zwei Teile teilt: in ein Davor und ein Danach. | | | | Am 7. Oktober 2023 befand ich mich gemeinsam mit meiner Tochter in Palästina. Was als Aufenthalt bei Familie und Freunden begonnen hatte, verwandelte sich innerhalb von drei Tagen in eine Situation, die unser Leben erschütterte und maßgeblich veränderte. Die Nachrichten über den Terroranschlag der Hamas verbreiteten sich schnell. Angst lag in der Luft. Straßen wurden leer, Checkpoints verstärkt, Gewissheiten verschwanden, Siedler übernahmen die Macht auf den Straßen. Für meine Tochter war die Situation schrecklich. Sie hatte Angst – eine Angst, die kein Kind erleben sollte. Auch ich hatte Angst. Doch als Mutter blieb mir kaum Raum, meine eigene Angst zu zeigen. Ich habe schon viele Situationen bei meinem Aufenthalt in Palästina erlebt: Ausgangssperren, Militär im Dorf, Schikanen und Diskriminierung bei der Einreise und an den Checkpoints. Aber das war noch nie da. Meine Aufgabe war jetzt eine andere. Ich musste Halt geben, Zuversicht ausstrahlen und versuchen, Orientierung zu schaffen, während ich selbst nach Orientierung suchte. | | | | | So bleiben Sie mit uns in Verbindung | | Erzählen Sie uns Ihre Geschichte und warum Sie uns unterstützen. Geschichten wie Ihre berühren die Herzen von Menschen, die sich sehnlichst danach sehnen, mehr zu erfahren als nur die Schlagzeilen in den Medien, die von einem scheinbar endlosen Kreislauf aus Gewalt und Tod berichten. | | Nehmen Sie am Internationalen Tag des Friedens an einem „Live Peace“ Konzert teil. Um den 21. September herum finden zwei Live-Friedenskonzerte in Haifa und Jerusalem statt, während parallel dazu Konzerte in Deutschland, Belgien und der Schweiz von WWP Unterstützergruppen veranstaltet werden. Oder organisieren Sie Ihr eigenes Parallelkonzert! Hier erfahren Sie mehr dazu: www.live-peace.com | | | | Nehmen Sie am Peace Walk quer durch Europa teil, der nächstes Jahr Jerusalem erreichen wird. Unterstützerinnen von WWP/WOS laufen immer wieder mit. Adriana Potel, Leiterin der südamerikanischen Unterstützergruppe, war bei den ersten Etappen in Spanien im Februar 2026 dabei. Unterstützerinnen aus Deutschland, Holland und der Schweiz sind ein oder mehrere Tage mitgelaufen. Regula Alon, Koordinatorin der internationalen WWP-Unterstützergruppen, ist 6 Tage in der Schweiz mitgewandert. Klicken Sie hier für weitere Informationen. Lassen Sie sich von der WWP-Aktivistin Deborah Paul inspirieren, die in diesem Video ihre Geschichte über den „Barefoot March“ in Rom erzählt und von ihrer Leidenschaft berichtet, beide Organisationen zu unterstützen. Laden Sie unsere Frauen ein, in Ihren Gemeinden persönlich oder online zu sprechen. Im vergangenen Juni wurde Peta Pellach von Lynne Mitchell, einem aktiven Mitglied der WWP-Unterstützungsgruppe in Toronto, eingeladen, vor einer interreligiösen Gruppe zu sprechen. Im Juni fanden außerdem Treffen der Unterstützergruppen in Amsterdam und Berlin mit Regula Alon statt. | | | Organisiert Friedensfilmvorführungen in Eurer Gemeinde, um die Hoffnung am Leben zu erhalten. Kontaktiert uns für Ideen! Lernt Juliet und Caroline kennen, die in unserer WWP-Unterstützungsgruppe in den USA aktiv sind: | | | | | | | Auf diplomatischer Ebene | | | Unsere unermüdliche Koordinatorin für Außenbeziehungen, Angela Scharf, pflegt weiterhin die Beziehungen zu Diplomaten und Botschaftern sowohl in Israel als auch im Ausland, um Unterstützung für die Initiativen von Women Wage Peace zu gewinnen. So traf sich Angela Scharf beispielsweise kürzlich in Brüssel mit der belgischen Senatorin Viviane Teitelbaum und in Paris mit dem französischen Außenminister Jean-Noël Barrot. In Israel trafen sich Vertreterinnen von WWP mit dem australischen Botschafter und mit Diplomaten der ägyptischen Botschaft, feierten gemeinsam mit dem portugiesischen Botschafter den portugiesischen Unabhängigkeitstag und mit dem französischen Botschafter den Bastille-Tag und informierten sie dabei über unsere bevorstehenden Initiativen. Mitglieder des WWP-Teams für internationale Beziehungen trafen sich zudem mit dem zypriotischen Botschafter und seinem Stellvertreter sowie der philippinischen Botschafterin, um sie über den aktuellen Stand unserer Aktivitäten zu informieren. Angela Scharf und die WWP-Co-Direktorin Dr. Yael Braudo-Bahat führten in der US-Botschaft vielversprechende Gespräche mit dem stellvertretenden Botschafter David Brownstein, der seine Unterstützung für unsere Initiativen und unsere Partnerschaft mit WOS zum Ausdruck brachte. Im Anschluss an ein Treffen mit dem maltesischen Botschafter Claude Bonello und mit Francesca Gatt, der leitenden Beraterin des stellvertretenden maltesischen Ministerpräsidenten, die beide von unserer Arbeit beeindruckt waren, erhielten wir eine offizielle Einladung zu einem Treffen mit hochrangigen Vertretern Maltas, darunter auch dem Präsidenten. Unsere Vertreter trafen sich zudem mit dem neuen EU-Botschafter und dem belgischen Botschafter und wurden zu einer Filmvorführung in Anwesenheit des polnischen Botschafters eingeladen. Weiter verabschiedeten wir uns von den Diplomaten, die eng mit uns zusammengearbeitet haben, um uns unseren Zielen näher zu bringen: dem deutschen Botschafter Steffen Seibert und Joelle Uzarski von der amerikanischen Botschaft. | | | Der Glaube, der naher kommt | | Die Minidokumentation „the Faith that Draws Near“ (etwa: Der Glaube, der Nähe erzeugt) wurde 2026 beim Wettbewerb für Filme über Religionsfreiheit mit dem Global Peacebuilder Award ausgezeichnet. Der fünfminütige Film von Peace Media zeichnet Gespräche über Glauben, Krieg und Frieden zwischen ein paar WWP-Mitgliedern auf – der orthodox-jüdischen Feministin und Friedensaktivistin Peta Pellach, der palästinensischen Staatsbürgerin Israels, Friedensaktivisten und gläubigen Katholikin Hyam Tannous – sowie der muslimischen palästinensischen Anthropologin aus Ostjerusalem, Dr. Fadwa Kirish. Der Film geht der Frage nach, wie Religion in unserer Zeit eine Quelle der Hoffnung und der gemeinsamen Menschlichkeit sein kann, anstatt eine Quelle von Wut und Gewalt zu sein. Er zeigt zudem, wie gläubige Frauen die Kulturen in ihrem Umfeld auf eindrucksvolle Weise verändern können. Zum Anschauen hier klicken | | | | | |